Informationen zu den angebotenen Selbstzahler-Leistungen
ThinPrep Pap Test
Dieser Test ist eine technische Weiterentwicklung des herkömmlichen Pap-Tests und wird auch Dünnschichtzytologie genannt. Der Krebsvorsorge-Abstrich wird hierfür wie gewohnt am Gebärmutterhals entnommen.
Bei der herkömmlichen Weiterverarbeitung wird das anhaftende Material direkt auf einen Objektträger aufgetragen. Dies kann zur Überlagerung von Zellen in mehreren Schichten oder zur Überlagerung durch Schleim und Bakterien führen, so dass die einzelnen Zellen nicht immer alle beurteilt werden können.
Im ThinPrep-Verfahren wird das anhaftende Material zunächst in einer Flüssigkeit gesammelt und später nach spezieller Aufbereitung erst auf einen Objektträger übertragen. Dies führt zu einem klareren Hintergrund und besserer Beurteilbarkeit der Zellen des Gebärmutterhalses auf vorliegende Veränderungen.
Dieser Test kann an Stelle des üblichen Krebsvorsorge-Abstrichs eingesetzt werden.
HPV-Test (Test aufHumane Papilloma-Viren)
Es gibt über 100 verschiedene HPV-Typen. Nur die sog. high-risk-Typen (Hochrisiko-Typen) treten regelmäßig im Zusammenhang mit Gebärmutterhalskrebs auf.
Das heißt, dass ohne das Vorliegen von HPV-high-risk-Typen so gut wie nie ein Krebs entstehen wird!
Andererseits ist eine HPV-Infektion, die beim Geschlechtsverkehr übertragen wird, eine häufig anzutreffende Infektion bei der sexuell aktiven jüngeren Frau. Man kann davon ausgehen, dass bis zu 50 % der Frauen unter 30 Jahren, dh. jede zweite Frau eine Infektion hat. Diese verläuft in der Regel ohne Krankheitszeichen und ist zumeist auch nur vorübergehend.
Die HPV-Infektion mit high-risk-Typen kann nur dann Krebs (mit)verursachen, wenn die Viren-Gene in die Wirtszellen intregriert werden. Dies ist eher die Ausnahme. Zu 80% kann das eigene Immunsystem die Infektion erfolgreich bekämpfen und diese ist innerhalb von 12 Monaten ausgeheilt.
Nur wenn die Infektion der Gebärmutterhalszellen über lange Zeit bestehen bleibt, steigt das Risiko an einem Gebärmutterhalskrebs zu erkranken.
Ein Gebärmutterhalskrebs entsteht langsam, über Jahre und Jahrzehnte und entwickelt sich wahrscheinlich über mehrere Vorstufen, den sog. Dysplasien. Nach diesen frühen Zellveränderungen wird im Krebsvorsorge-Abstrich gesucht.
Seit 2007 gibt es zur Verhinderung einer HPV-Infektion mit bestimmten High-risk Viren die sog. HPV-Impfung (s.dort).
Bei Frauen über 30 sinkt die Infektionsrate mit HPV-high-risk. Deshalb kann ab diesem Alter eine HPV-Bestimmung zusätzlich zur Krebsvorsorge als eine Risikoabschätzung eingesetzt werden. Ist der Nachweis positiv, sollte in halbjährlichen Abständen der Abstrich auf veränderte Zellen am Gebärmutterhals kontrolliert und in jährlichen Abständen (als Selbstzahler-Leistung,) überprüft werden, ob die Virusinfektion und damit das Risiko noch besteht.
Immunologischer Stuhltest
Dieser Test ist einfacher zu handhaben, hygienischer und sicherer im Nachweis auf occultes (d.h. nicht mit dem bloßen Auge zu sehendes) Blut als der herkömmliche Papierstreifentest. Occultes Blut kann Zeichen eines Darmpolypen, einer Krebsvorstufe oder eines Darmtumors sein. Ein positiver Test muss somit durch eine Darmspiegelung weiter abgeklärt werden. Zu empfehlen ist dieser Test auch Patientinnen, denen kein Papierstreifentest im Rahmen der Krebsvorsorge zusteht, wie Frauen ab 40 Jahren, Frauen mit Darmkrebs in der Familie und Frauen, die die Durchführung einer Darmspiegelung im Rahmen der Vorsorge nicht wünschen.
Blasentest
Auf Grund der Nachfrage bieten wir als Wunschleistung auch einenFrüherkennungstest auf Blasenkrebs an.
Der Blasenkrebs bleibt meist lange symptomlos und wird dadurch oft erst spät erkannt.
Dabei kann ein Blasenkrebs im Frühstadium gut behandelt und auch geheilt werden!
Besonders zu empfehlen ist der Test für Risikopersonen, zB ab einem Alter von 50 Jahren, als Raucherin oder bei wiederholtem Nachweis von Blut im Urin
Ein negatives Testergebnis schließt einen Blasenkrebs mit hoher Wahrscheinlichkeit (75%) aus.
Ein positives Testergebnis zeigt ein erhöhtes Risiko auf Blasenkrebs an und sollte z. B. per Blasenspiegelung weiter abgeklärt werden.
Toxoplasmose-Test
Medizinisch zu empfehlen ist zusätzlich die Bestimmung des Toxoplasmose-Titers. Diese Infektion kann ihr Kind im Mutterleib schädigen, aber bei rechtzeitiger Feststellung medikamentös behandelt werden. Auf jeden Fall sollten Sie kein rohes Fleisch (Tartar, Carpaccio oder ähnliches essen und Kontakt mit jungen Katzen meiden).
OGTT (Glucosebelastungstest)
Medizinisch sinnvoll ist es, auch ohne besonderes Risiko während der Schwangerschaft auf jeden Fall einen Blutzuckerbelastungstest (OGTT) durchzuführen, da sich während der Schwangerschaft unbemerkt und unerwartet eine Blutzucker-Erkrankung einstellen und Ihr Kind gefährden kann. Der Blutzucker ist auch in der Schwangerschaft gut zu behandeln.
zur Vorbeugung von Veränderungen und Krebserkrankungen des Gebärmutterhalses.
Seit 2007 stehen gegen bestimmte HPV-Viren Impfstoffe zur Verfügung. Die Impfung richtet sich gegen die zwei Hochrisiko-HPV-Typen 16 und 18, die am häufigsten bei der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs gefunden werden. Mit einem der Impfstoffe kann gleichzeitig gegen die HPV-Typen 6 und 11 geimpft werden, die zur Bildung von zwar harmlosen aber lästigen Genitalwarzen führen können.
Die Impfung ruft im Körper eine Immunantwort gegen diese zwei bzw. vier Virustypen hervor und schützt ihn so vor einer Infektion mit diesen Viren. Damit beugt die Impfung auch Veränderungen am Gebärmutterhals vor, die sich - wie im Abschnitt 'HPV-Test' erläutert, unter bestimmten Bedingungen zu Gebärmutterhalskrebs entwickeln können.
Besonders geeignet ist diese Impfung für junge Mädchen vor dem ersten Geschlechtsverkehr, d.h. vor dem Kontakt mit HPV-Viren und wird für alle jungen Mädchen zwischen 12 und 18 Jahren von der ´Ständigen Impfkommission´ empfohlen. Die Kosten werden von den Gesetzlichen Krankenkassen getragen.
Aber die Impfung, die nach bisherigem Kenntnisstand 3x in bestimmten Abständen erfolgen muss und einen Schutz über mind. 6 Jahre bietet, kann nicht jeden Gebärmutterhalskrebs verhindern. Deshalb ist die regelmäßige Krebsvorsorge mit der Abstrichentnahme am Gebärmutterhals weiterhin für jede Frau unbedingt notwendig und zu empfehlen!
Die Wechseljahre sind ein physiologischer Abschnitt im Leben einer Frau. Sie können sich über Jahre erstrecken und mit stärkeren Beschwerden einhergehen. Sie können aber auch ganz unbemerkt verlaufen. Ursache ist ein Nachlassen der Funktion der Eierstöcke, die Hormonproduktion sinkt. Es werden zunächst weniger Gestagene, die Hormone der zweiten Zyklushälfte, und später auch weniger Östrogene dem Körper zur Verfügung gestellt. Typisches Erscheinungsbild der verminderten Gestagen-Produktion ist das sog. Praemenstruelle Syndrom mit Brustschmerzen, Stimmungsschwankungen und verkürzten Zyklen. Typisches Erscheinungsbild des Östrogenmangels sind die eigentlichen Wechseljahresbeschwerden mit Hitzewallungen und Schlafstörungen. Auch andere Erkrankungen zB. der Schilddrüse können diese Symptome auslösen und sollten ausgeschlossen werden. Liegt den Beschwerden ein Hormonmangel zu Grunde, kann die Hormongabe die Beschwerden lindern bzw. beseitigen. Bei ausgeprägten Beschwerden steigen Wohlbefinden und Lebensqualität deutlich. Eine Gabe von Östrogenen senkt das Osteoporose-Risiko.
Da die Hormongabe aber auch mit unerwünschten Wirkungen verbunden ist, sollte ihr Einsatz wohl überlegt erfolgen.
Außerdem besteht die Möglichkeit, bei leichteren Beschwerden mit pflanzlichen Mitteln erfolgreich zu behandeln.
Hormone sollten Sie nicht nehmen, wenn Sie Brustkrebs oder Gebärmutterkrebs hatten. Hormone erhöhen das Thrombose-Risiko. Wenn bei Ihnen selber oder in Ihrer Familie ein erhöhtes Thromboserisiko besteht oder wenn Sie rauchen, sollte eine Hormongabe besonders sorgfältig abgewogen werden. Ob eine längerfristige Hormongabe das Risiko für Schlaganfälle, Herzinfarkte und Brustkrebserkrankungen erhöhen, ist weiterhin Gegenstand der Diskussion, kann aber nicht ausgeschlossen werden.